Imke Kötter (auch in Auftrag für Joana Bartczak und Philipp Tapper): Seit August 2013 leiste ich den Bundesfreiwilligendienst im Heilpädagogischen Kindergarten St. Franziskus in Recklinghausen. Dies ist eine Tagesstätte für Kinder mit und ohne Behinderung, in der es sowohl integrative als auch heilpädagogische Gruppen gibt.


Zuvor habe ich in dieser Einrichtung bereits ein dreimonatiges Praktikum absolviert. Da dieses mir viel Spaß bereitet hat und ich gerne weitere Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mit und ohne Behinderung sammeln wollte, entschied ich mich dafür, meine Zeit dort mit dem Bundesfreiwilligendienst zu verlängern.


Gemeinsam mit zwei Heilerziehungspflegern arbeite ich in einer der heilpädagogischen Gruppen, in der neun Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren mit unterschiedlichen Behinderungen betreut werden.  Zu meinem Arbeitsbereich gehört es unter anderem den Kindern bei alltäglichen Aufgaben zu helfen. Ich reiche ihnen zum Beispiel das Essen und Trinken, helfe ihnen beim An- und Umkleiden und übernehme auch pflegerische Tätigkeiten.  Des Weiteren gestalte ich den Alltag der Kinder mit. Wenn das Wetter es zulässt gehen wir oft mit ihnen nach draußen auf den Spielplatz oder machen Spaziergänge und Ausflüge in den Wald. Häufig wird jedoch auch gebastelt, gemalt oder gespielt.


Außerdem darf ich auch an Therapeutengesprächen, die in unserer Gruppe stattfinden teilnehmen und bekomme so die Möglichkeit noch mehr über die einzelnen Kinder, deren Schwierigkeiten und Erfolge, sowie über die Arbeitsmethoden der Therapeuten zu erfahren.


Meine Aufgaben beschränken sich jedoch nicht ausschließlich auf die Arbeit in der Gruppe. Bald werde ich zum Beispiel den Gruppenübergreifenden Dienst bei einem Musikprojekt mit Kindern aus unterschiedlichen Gruppen unterstützen. Außerdem bin ich einmal  in der Woche in der Bücherei unserer Einrichtung und lese dort zusammen mit anderen BFDlern und Praktikanten sowohl den Kindern aus meiner Gruppe, als auch Kindern aus anderen Gruppen vor.


Die Bücherei im St. Franziskus Kindergarten wurde für die Sprachförderung der Kinder eröffnet. Sprachförderung spielt bei uns eine große Rolle, da die Kita eine Schwerpunkt-Kita für Sprache und Integration ist. Das heißt, die Kinder werden vom ersten Tag an, sowohl in Gruppen, als auch in Einzelarbeit in ihrer sprachlichen Entwicklung begleitet.

Nach nun mehr als einem halben Jahr kann ich sagen, dass mir die Arbeit im St. Franziskus Kindergarten wirklich gut gefällt. Obwohl die Tage eine feste Struktur haben ist es doch abwechslungsreich und herausfordernd. Das Arbeiten mit den Kindern macht mir viel Spaß und besonders viel Freude macht es, wenn man eine positive Entwicklung der Kinder sehen und verfolgen kann. Auch wenn ich mal Schwierigkeiten habe, stehen mir sowohl meine Anleitung als auch die anderen Arbeitskollegen zur Seite um mich zu unterstützen.

Generell herrscht in der Einrichtung ein angenehmes Arbeitsklima. Von Anfang an fühlte ich mich sowohl von den Kindern als auch von den Mitarbeitern gut aufgenommen. Deshalb fiel es mir sehr leicht, mich in der Einrichtung einzuleben und auch wohlzufühlen.

 


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